Das Wichtigste in Kürze

  • Glas wirkt klar und hochwertig, bleibt lange schön und ist bei Regen angenehm leise.
  • Polycarbonat ist deutlich leichter, meist günstiger und in klaren, milchigen oder getönten Varianten erhältlich.
  • Für beide gilt: Sonnenschutz gehört von Anfang an in die Planung – ein Dach hält Regen ab, aber keine Hitze.

Glas: klar, ruhig und langlebig

Ein Glasdach ist die Wahl für alle, die den Himmel sehen möchten. Die Durchsicht ist ungetrübt, das Licht fällt fast ungehindert auf die Terrasse, und die Überdachung wirkt eher wie ein Teil des Hauses als wie ein Anbau. Regen hört man darunter nur gedämpft.

Über Kopf wird Verbundsicherheitsglas (VSG) eingesetzt: Zwei Scheiben sind mit einer reißfesten Folie verbunden. Bricht eine Scheibe, bleiben die Splitter an der Folie haften. Glas ist kratzfest, vergilbt nicht und lässt sich leicht reinigen. Dafür ist es schwer – Profile, Pfosten und Fundamente werden entsprechend ausgelegt.

Polycarbonat: leicht und preiswert

Polycarbonat ist ein schlagfester Kunststoff. Als Stegplatte mit innenliegenden Kammern ist er leicht und bietet eine gewisse Dämmwirkung. Je nach Ausführung ist er klar, milchig (opal) oder getönt – milchige und getönte Platten streuen das Licht und reduzieren Blendung.

Die Oberfläche ist empfindlicher als Glas: Scheuernde Mittel und lösungsmittelhaltige Reiniger sind tabu. Hochwertige Platten haben eine UV-Schutzschicht, ganz ohne Alterung bleibt Kunststoff über die Jahre aber nicht. Bei Regen ist unter Polycarbonat ein deutlicheres Trommeln zu hören als unter Glas.

Glas und Polycarbonat im direkten Vergleich

KriteriumGlas (VSG)Polycarbonat
Optikklare Durchsicht, sehr hochwertigklar, opal oder getönt; Stegplatten zeigen ihre Struktur
Lichtsehr hellje nach Platte heller oder gedämpfter
Regengeräuschleise, eher dumpfhörbares Trommeln
Gewichtschwer, stabile Konstruktion nötigleicht
Pflegekratzfest, einfach zu reinigenempfindlicher gegen Kratzer und Lösungsmittel
Preishöherin der Regel günstiger

Hitze und Blendung: den Sonnenschutz mitdenken

Egal ob Glas oder Polycarbonat: An sonnigen Tagen staut sich unter einem geschlossenen Dach Wärme. Eine Aufdachbeschattung hält die Sonne ab, bevor sie das Dach erwärmt. Eine Unterdachbeschattung sitzt geschützt unter dem Glas und sorgt für angenehmes, gedämpftes Licht. Getönte oder milchige Eindeckungen mildern die Blendung zusätzlich.

Tipp aus der Beratung Planen Sie Beschattung, Beleuchtung und seitlichen Wetterschutz gleich mit dem Dach. Halterungen und Kabel lassen sich dann sauber in die Profile integrieren – nachträglich ist das oft aufwendiger.

Welche Eindeckung passt zu Ihnen?

Glas passt, wenn Ihnen freie Sicht, Ruhe bei Regen und ein langlebig hochwertiger Eindruck wichtig sind – etwa beim Terrassendach TDS oder beim Flachdach SkyView. Polycarbonat passt, wenn ein günstigerer Einstieg, geringes Gewicht oder ein gestreutes, blendarmes Licht im Vordergrund stehen.

Wie Sie die gesamte Überdachung Schritt für Schritt planen, lesen Sie in unserem Artikel Terrassenüberdachung planen. Am besten entscheiden Sie vor Ort: Wir zeigen Ihnen die Unterschiede an Mustern und beraten Sie in Crailsheim und Umgebung persönlich. Jetzt Beratung anfragen.

Häufige Fragen

Ist ein Glasdach auf der Terrasse sicher?

Ja. Für Glas über Kopf wird Verbundsicherheitsglas (VSG) verwendet. Bricht eine Scheibe, halten die Splitter an der Folie zwischen den Scheiben.

Wird es unter einem Glasdach im Sommer zu heiß?

Ohne Sonnenschutz kann sich an sonnigen Tagen Wärme stauen. Eine Aufdach- oder Unterdachbeschattung und offene Seiten sorgen für ein angenehmes Klima.

Ist Polycarbonat bei Regen lauter als Glas?

Ja, unter Polycarbonat ist Regen als deutlicheres Trommeln zu hören. Glas dämpft das Geräusch spürbar.

Kann ich die Eindeckung später wechseln?

Das hängt vom System ab, denn Glas ist schwerer und braucht eine passend ausgelegte Konstruktion. Am besten entscheiden Sie sich schon bei der Planung.